Organisation, Infrastruktur

Dokumentation des Ist-Zustandes

Es handelt sich um einen zweiachsigen Wagen mit stählernem Untergestell, das aus Blechen und Winkeln genietet wurde. Das Laufwerk besteht aus Stahlachsen mit Vollrädern. Gleitlager mit Ölschmierung haben aussen einen Deckel für die Kontrolle und einen sehr guten Zugang um Oel einzufüllen. Der Wagen ist mit der durchgehenden automatischen Vakuumbremse ausgerüstet.

Der Aufbau ist ganz aus Holz, das zum Witterungsschutz aussen mit Stahlblech verkleidet wurde. Von den fünf Abteilen aus, ist eine gute Sicht, da diese Wagen schon dazumal grosse Fenster besassen.

Da der Wagen in einem guten Zustand war, mussten wir nicht den Kasten vom Rahmen abheben und konnten somit nur eine Revision der Inneneinrichtung durchführen. Die Inneneinrichtung war für die Gleisbaumannschaft so eingerichtet, dass sie sich dort verpflegen konnten. Die Inneneinrichtung war sehr alt und für die heutigen Anforderungen nicht mehr geeignet. Die ganze Inneneinrichtung wurde herausgenommen und entsorgt. Die Decke war mit einem Pavatex gedeckt. Wir entfernten den Pavatex und es kam die Originale Täferdecke zum Vorschein. Von der unteren Fensterkante aufwärts wurden die Originalteile aufgearbeitet und wieder eingebaut. Die Decke mussten wir abschleifen und mit weisser Farbe streichen. Die Office die Tische und Bänke wurden neu angefertigt. Die elektrischen Installationen und die Heizung kamen dazu und so sah dann der Wagen so aus wie er heute ist.

Der C 114 noch als X 9079 kurz vor der Revision durch den Club 1889

Wie wird die Revision Organisatorisch geregelt

Als wir mit dem C 114 begannen war in der Betriebswerkstätte bereits schon der B 2138 in Revision. So arbeiteten wir anfangs im Freien in einem Stumpengleis. Da wir mit der Revision im  Winter begannen mussten wir mit einer Petrolheizung den Wagen jeweils heizen. Die Winter im Engadin sind nicht gerade die wärmsten und wir unterschätzten auch den Aufwand der Revision. So nahmen wir den Wagen später in der Betriebswerkstätte und arbeiteten dort auf engstem Platz weiter. Der grösste Anteil waren die Holz- und die Elektroarbeiten. So konnten die anderen Clubmitglieder am B 2138 weiter arbeiten. Organisatorisch war es schwierig, da auf einmal zwei Projekte in Arbeit waren. Es ging manchmal ziemlich koatisch zu und her, jedoch schafften wir auch diese Hürde. Die Betriebswerkstätte Poschiavo hatte die zwei TW`30 und 34 bereits schon mit der gelben Farbe und der alten Schrift gemacht. So war es kein Problem den C 114 nach der Fertigstellung der Inneneinrichtung nach Poschiavo zu senden um den gelben und schwarzen Anstrich anzubringen. Die Beschriftung wurde organisiert und von der Betriebswerkstätte Poschiavo gleichzeitig angebracht.