C 2026 – Zweiachsiger Personenwagen

C 2026 – 2 achsiger Personenwagen

C 2026 – 2 achsiger Personenwagen

Geschichte

Gian Brüngger

Der Verkehr auf der neueröffneten Linie Landquart – Chur – Thusis hatte entgegen den Erwartungen stark zugenommen und auch auf der Linie nach Davos waren die Frequenzen besser als erwartet. Die RhB musste daher bereits im ersten Jahr wieder Wagen nachbestellen. Insgesamt ging der Auftrag von 9 Personenwagen, 1 A, 2 AB und 6 C sowie 2 N-Wagen an die Schweizerische Industrie Gesellschaft in Neuhausen am Rheinfall (SIG), von einem Gepäckwagen F, 30 K und 20 M an Louvière in Belgien und ein Schneepflug baute die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik SLM in Winterthur.

Kasten und Untergestell der sechs C 62 – 67 entsprachen den bisher gelieferten C 41 – 61, hingegen war der Radstand um 40 cm auf 4,70 m verlängert worden. Damit erhofften sie sich einen ruhigeren Lauf der Wagen. Im Jahre 1899 erfolgte die Umnummerierung in C 222 – 227 und bereits 1911 in C 2022 – 2027.

Im Jahre 1912 rüstete die Hauptwerkstätte Landquart den Wagen C 2026 mit der elektrischen Beleuchtung mit Dynamo und Batterie aus. Eine elektrische Heizung hatte der Wagen nie.

Um Übernachtungskosten einsparen zu können, brauchte die Sektion I der Schwachstromgruppe Chur einen Wagen, um an den Aussenstellen übernachten zu können. Der C 2026 ist dann im Jahre 1944 in einen Schlafwagen umgebaut worden. Der Wagen ist ausgeräumt worden und erhielt auf einer Seite Holzgestelle mit Kajüten Betten. Er erhielt die neue Bezeichnung X und die Nummer 9039 und einen grauen Anstrich. 1965 brauchte die SF Chur den Wagen als Werkstätte und Werkzeugwagen und so sind die Better ausgebaut und die auf einer Seite zugeschlossenen Fenstern wieder eingesetzt worden. Mit einem Neuanstrich in oxydrot und Blechdach kam er wieder in Betrieb. So stand er der vor allem den Integra Monteuren beim Bau der Stellwerke zur Verfügung. Als er für diesen Zweck nicht mehr nötig war, räumte ihn die Sw aus. Der Wagen ist dann als historischer Wagen zusammen mit dem C 2012 und dem F 4004 reserviert worden. Im Jahre 2009 erhielt er dann die Nostalgiewagennummer WN 9806.

Der Club1889 möchte ihn analog C 2012 als C 2026 wieder aufarbeiten um dann zusammen mit der Lok 11, F 4004 und C 2012 einzusetzen. Mit 40 Sitzplätzen und nur 9 t Tara ergibt dies einen idealen Wagen.

 

Xk 9039 / C 2026 / WN 9806

Mutationen

1897 C 66
1899 C 226
1911 C 2026
1944 Xk 9039
2009 WN 9806
     

Technische Daten

Baujahr 1897
Hersteller SIG
Fabriknummer 8277
Länge über Puffer 9500 mm
Achsstand 4700 mm
Sitzplätze 40
Sitzteilung 2 + 2 Mittelgang
Gewicht 6.7 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit 60 Km/h
Preis pro Wagen 10'853.-- Fr.
Letzte Revision 15.06.2009
   

Dieser Zug ist das Ziel des Club 1889 seit 1996

C 2012 Personenwagen 1889 Wurde vom Club 1889 restauriert und 1999
der Rhätischen Bahn übergeben.
F 4004 Gepäckwagen 1985 Projekt wird 2015 abgeschlossen.
C 2026 Personenwagen 1897 Soll durch den Club 1889 ab September 2015
restauriert werden.
G 3/4 11 Dampflok 1902 Wird vom Club 1889 in der Betriebswerkstatt 
RhB in Samedan restauriert und soll als 
Ölgefeuerte Dampflok im Jahre 2015 wieder
in Betrieb genommen werden.

 

Die Zukunft des Wagens

Dieser Wagen wird vor allem mit dem Gedanken revidiert, einmal mit einer Komposition zusammen fahren zu dürfen, mit dem gleich aussehenden C 2012 aus dem Jahre 1889 und der dazu passende Gepäckwagen F 4004 aus dem Jahre 1895. Als Zugpferd sehen wir natürlich die Lok G ¾ 1 Rhätia aus dem Jahre 1889 die genau in diese Epoche passt. Der Vorteil für die G ¾ 1 Rhätia ist, dass diese Komposition, ein gesamt Gewicht von ca. 26 Tonnen aufweist und Sitzplätze für 80 Personen aufweist.

Epochenmässig kann dieser Wagen in jedem historischen Zug eingesetzt werden. Hinsichtlich auf die historische Strecke Samedan – Bergün – Filisur - Alvaneu – Filisur - Davos wäre dies eine attraktive Komposition die mit der Dampflok G ¾ 11 „Heidi“ eingesetzt werden könnte.

Foto: Armin Brüngger 06.07.2015

Foto: Georg Trüb 06.07.2015

Foto: Tibert Keller 06.07.2015

Foto: Armin Brüngger 31.08.2015