Revision

Der Rahmen wird zerlegt

Der ganze Rahmen wird zerlegt und alle Teile werden gereinigt, kontrolliert auf Schäden, danach grundiert und schwarz gestrichen

Die Revision des Rahmens

Sobald wir den Rahmen ohne Teile vor uns hatten ging es ums Abdampfen. Die ganze Farbe die lose war, wurde weggedampft. Der Rahmen wurde dann gebürstet und auf Risse kontrolliert.

Die ganze alte Farbe muss weg.

Gut sichtbar ist die Frontpartie wie die alte Farbe weggedampft wurde

Leider waren an der Stirnseite unter den Plattformbrettern die Verbindungsplatten so stark vom Wasser verfressen, dass sie alle ersetzt werden mussten.

Die Platte wird für das Nieten vorbereitet

Die genietete Platte

Der Zusammenbau des Rahmens

Nachdem der Rahmen grundiert und schwarz gestrichen war, konnten die revidierten Teile der Bremse wieder montiert werden.

Das Geländer

Am Geländer wurden die Anpassungsarbeiten ausgeführt. Die Platten für die Heizungselemente wurden am Geländer angeschweisst. Die Griffe für den Übergang fertigten wir neu an. Nach diesen Arbeiten bekam das Geländer auch den schwarzen Anstrich und konnte somit am Wagen montiert werden. Später montierte die RhB bei den Übergängen die Faltenbälge und die seitlichen Türen, was die Feinheiten des Geländers zerstörte.

Geländer in wie früher

Geländer nach heutiger Norm

Die Trittbretter

Die Trittbretter waren so faul, dass sie komplett ersetzt werden mussten.

Die Eckwinkel

Die Eckwinkel waren zum Teil alle beschädigt. Da wir für die anderen Wagen neue Eckwinkel Giessen liessen, hatten wir noch genug Reserve und konnten so die alten ersetzen.

Die Achsen und Achslager

Bei der Übernahme des Wagens waren Achsen ohne Speichen eingebaut. Wir wechselten die Vollrad Achsen gegen Speichenräder. Die Achslager wurden auf die neuen Achsen angepasst und neu geschabt. Mit diesen Speichenräder erhielt der Wagen wieder das Originale aussehen.

Die alte Achse mit Vollrad

Die neue Achse mit Speichenrad

Die Revision der Bremseinrichtung und der Zug- und Stossvorrichtung

Der Bremszylinder - auseinander genommen, gereinigt, die Rollringe sowie die Dichtungen ersetzt. Nach dem äusserlichen Anstrich wurde der ganze Zylinder wieder zusammengebaut und getestet auf die Dichtigkeit.

Der Sonderbehälter - gestrichen und auf die Dichtigkeit geprüft.

Die Vakuumleitungen - neu gestrichen und beim Einbauen mit Hanf abgedichtet.

Das Bremsgestänge war bereits von der Rhätischen Bahn kurz vorher revidiert worden, so mussten wir diese Teile nur noch schwarz streichen und wieder einbauen.

Die Zug- und Stossvorrichtung war auch bereits revidiert worden, so mussten wir auch diese nur noch schwarz streichen.

Der ausgebaute Zylinder mit dem neuen Schutzsack

Die noch eingebauten Bremszylinder und Sonderbehälter

Die von der RhB revidierte Bremseinrichtung

Die von der RhB revidierte Zug- und Stossvorrichtung

Das Kastengerippe

Die Seitenwände waren in einem sehr schlechten Zustand, so dass wir uns entschieden, beide Seitenwände durch neue zu ersetzen. Die Stirnwände und das noch bestehende Abteil waren noch in einem guten Zustand. Die Täferbretter dieser Wände wurden durch neue ersetzt, das Gerippe wurde geschliffen, so dass es wieder wie neu aussieht. Bei den unteren Längsträgern wurde die Hälfte mit der Fräse weggeschnitten und die abgetrennte Seite durch neue Längsträger die angeleimt wurden ersetzt. Durch diese Lösung konnten wir mit den Elementen der Seitenwand oben und unten mit den Zapfen in die Originallöcher einfahren und dann die Längsträger anleimen und verschrauben. Die Fenster der Seitenelemente auf der Seite der Tische wurden so konstruiert, dass diese nicht geöffnet werden können. Auf der Gangseite wurden  insgesamt fünf Fenster eingebaut die geöffnet werden können. Die unteren und die Teile zwischen den Gerippe Trägern bei der Gangseite erhielten Sperrholzplatten die mit schönen Profilen eingerahmt wurden. Bei der tischseitigen Wand wurden im unteren Teil Täferbretter montiert und im oberen Teil gleich wie auf der Gangseite. Im obersten Teil der Seitenwände waren Lüfter montiert, die alle neu angefertigt wurden.

Die Seitenwände sind entfernt, das Dach ist unterstützt, gut sichtbar sind die Wand des ehemaligen Abteils und die Stirnwand.

Der Kasten ist auf dem Gestell gelagert und die Seitenwände entfernt. Vorne sieht man bereits ein eingebauter Element

Der ausgefräste untere Längsbalken ist ersichtlich und die Gerippe Balken mit den Zapfen die in den alten Löchern eingepasst sind.

Die fertig montierte Seitenwand

Gut sichtbar sind die Sperrholzplatten an der Gangseite, oben zwischen den Seitenwandpfosten und an der Abteilwand. Im obersten Teil sieht man alle Lüfter die neu angefertigt wurden.

Das Dach

Das Dach war in einem sehr guten Zustand. Als der Wagen zum Dienstwagen unfunktioniert wurde, erhielt er eine neue Dachverblechung. Das Täfer im Innern war in einem sehr guten Zustand. Wir dampften die alte Farbe weg, dann wurde die ganze Fläche geschliffen grundiert und weiss gestrichen. Das Blech auf dem Dach war leicht  verrostet. Nach dem wegschleifen des Rostes wurde das ganze Blechdach grundiert und Silber gestrichen.

Die Verblechung

Die Verblechung des Kastens musste zum Teil ersetzt werden. An den Blechen der Stirnseiten wurde die alte Farbe entfernt und dann grundiert und mit einem neuen grünen Anstrich versehen. Die Seitenwände erhielten neue Bleche. Die Profile die die Spälte zudecken konnten wieder alle verwendet werden.

Die Tische und Bänke

Die Tische und Bänke wurden ausgemessen und aufgezeichnet. Wir erhielten diese für einen günstigen Preis von Johannes Schmid in Filisur, der die Tische und Bänke auch angefertigt hat. Als die Tische montiert waren wurde eine spezielle 3M Folie aufgeklebt die rutschfest ist. So können die Gläser während der Fahrt nicht vom Tisch rutschen und zu Bruch gehen. Die Bänke erhielten in der Mitte ein gedrechselter Fuss. Jeder Tisch hat ein gusseiserner Fuss.

Die Zeichnung des Bankes

Die Zeichnung der Bank und Tisch Anordnung

Die Kücheneinrichtung

Dieser Wagen wurde als Gesellschaftswagen gebaut und hat in dem bestehenden Abteil ein kleines Office bekommen. Die Schreinerei Ramon Zangger aus Samedan, liess seinen Lehrlingen die ganze Office Einrichtung konstruieren und wir mussten nur das Material finanzieren.

Die Office für das mitführen der Verpflegung auf einer Fahrt.

Getränke können in den Schränken gut verstaut werden. Auf beiden Seiten sind Abstellflächen vorhanden

Die Schubladen für die Körbe mit den Gläsern

Vorne der Kasten für den Kehricht. Die offene Schublade für die Getränke Flaschen

Die Lüfter

Die Lüfter mussten wir komplett neu anfertigen, da die alten so verfault und beschädigt waren, dass sie nicht mehr repariert werden konnten.

Der alte Lüfter mit weisser Farbe übermalt.

Der neu angefertigte Lüfter

Die elektrische Heizung Bernina und Stammnetz

Dieser Wagen war der erste Wagen bei der Rhätischen Bahn der drei verschiedene Heizungen bekam. Für die elektrische Heizung, Bernina, Stammnetz wurde ein spezieller Trafo unter dem Wagen montiert. So können wir mit den gleichen Heizelementen Heizen. Da für die elektrische Heizung an Elementen Platz gespart wurde, war noch Platz für die Dampfheizung vorhanden. Im Office sind die Schalter für die Umstellung von der Bernina Heizung auf die Stammnetz Heizung. Die Heizungselemente wurden auf die ganze Länge und beidseitig des Wagens eingebaut. Das ganze wurde mit geschlitzten Schutzblechen zugedeckt.

Links der Sicherungskasten und rechts der Trafo für die Umstellung von Gleich– und Wechselstrom

Die Schalter für die Einstellung der Heizung Stammnetz oder Bernina. Plus die Temperatur Einstellung 1/3,2/3,3/3

Die grossen Schalter von hinten für die  1000 Volt Spannung.

Der Kabel und die Steckdose der Bernina Heizung

Der Kabel und die Steckdose der Stammnetz Heizung.

Die Dampfheizung

Der Wagen wurde für die Dampfzüge gebaut, so musste unbedingt eine Dampfheizung eingebaut werden. Die Dampfheizung hat bei den Puffern zwei Anschlüsse zur Verbindung mit den anderen Wagen und der Lok. An den tiefsten Punkten wurden Kondensatoren eingebaut, die beim Heizen immer das Kondenswasser herauslassen. Die Leitungen gehen dann im Wageninnern und an diesen sind immer wieder Rippenrohre angeschlossen. Die Leitungen müssen sehr gut abgedichtet werden, damit kein Dampf in den Passagierraum eindringt.

Die Dampfheizungsanschlüsse zwischen dem Puffer

Der Heizungsanschluss ohne Schlauch

Der Heizungsanschluss mit dem Verbindungsschlauch

Die Lampen

Im Wagen wurden die Tischlampen, die Deckenlampen, die Plattformlampen und die Lampen im Office montiert. Im grossen Abteil montierten wir drei Deckenlampen und auf den Tischen je eine Lampe pro Tisch. Unser Ziel war es, ein warmes und beruhigendes Licht in den Raum zu bringen, was uns auch gelungen ist. Im Office montierten wir Spots damit, diejenigen die dort arbeiten genügend Licht haben. Auf jeder Plattform montierten wir eine einfache Lampe, damit am Abend und in Tunnels genügend Licht vorhanden ist, für den Ein- und Ausstieg.

Die Deckenlampe

Die Tischlampe

Die Plattformlampe

Die Batterie und die Batterieladung

Für die Beleuchtung bauten wir in einem unter dem Kasten montierten Batteriekasten, eine 12 Volt Batterie ein. Die Batterie wird von einem Antrieb von der Achse aus, mit einem Alternator während der Fahrt aufgeladen. Den Antrieb haben wir schon im Bericht über dem C 114 genauer beschrieben.

Der Batteriekasten der unter dem Wagenkasten montiert ist

Der Schaltkasten

Der Schaltkasten für die Beleuchtung bekam seinen Platz im Office, wo das Begleitpersonal auch die Beleuchtung bedienen kann. Die Drücker sind gut zugänglich platziert.

Der Schaltkasten mit den Kabelanschlüssen und den Sicherungen

Die Tasten für das Einschalten der verschiedenen Beleuchtungen im Wagen