F 4004 Gepäckwagen

Geschichte des F 4004

Kurzer Lebenslauf des Wagens

Gepäckwagen F 4

Auf die Eröffnung der neuen Linien Landquart – Chur – Thusis hin beschaffte die RhB bei der Schweizerischen Industriegesellschaft SIG in Neuhausen am Rheinfall zwei zusätzliche Gepäckwagen. Diese genügten anzahlmässig um den fahrplanmässigen Verkehr ohne Reserve abzudecken. Als Ersatz kamen damals Güterwagen K-Wagen zum Einsatz. In den Abmessungen und der Bauart entsprachen sie den von der Landquart – Davos Bahn beschafften drei F 1 – 3.

Typisch für alle Wagen jener Zeit waren die nach vorn zugespitzten Blechrahmen. Einfache Flacheisen dienten als Halter der freien Lenkachsen. Die Abfederung des Wagenkastens erfolgte durch Blattfedern, welche auf die Achskisten abgestützt wurden. Alle Wagen hatten die selbsttätige Vakuumbremse System Hardy und die von einer Plattform aus bediente Handspindelbremse sowie Dampfheizung und Petroleumbeleuchtung. Mit Eisenleisten befestigte Bleche deckten den in Eichenholz aufgebauten Wagenkasten. Charakteristisch für jene Zeit waren die leicht gewölbten Flachdächer, welche mit Stoff überzogen und mit Leinöl imprägniert ein eindringen von Nässe verhinderten.


Seit 1944 diente er als X 9038 dem Hafner des Bahnmeisters Samedan als Werkzeugwagen. Zuletzt war er der X 9038 einige Jahre als Werkzeugwagen des Bahnmeisters 6 in Bergün bis er 1990 an die DFB abgegeben worden ist. Im Jahre 2000 konnte er wieder zurückgeholt werden und wurde 2008 von der Gruppe Samedan des Club 1889 zum F 4004 rekonstruiert.Die ursprünglich nur mit einem Sortier- und Werkzeugkasten ausgerüsteten Gepäckwagen erhielten später auf der Handbremsseite einen abgeschlossenen Raum als Zugführerkabine mit einem Pult mit Gefangenenzelle und Hundekasten. Anpassungen und Ergänzungen 

Mutationen

Fahrzeugnummer

F 4 

Inbetriebnahme

1896

Fabriknummer

8009

1899

F 504

1911

F 4004

1944

X 9038

1990 vk DFB

X 2938

2000 Club 1889

F 4004

Technische Daten: Gepäckwagen

Serie Nummer

F 4 - 5

Anzahl

2

Tara in Tonnen

7.160

Ladegewicht in Tonnen

10.000

Grösste Breite in Meter

2.700

Grösste Höhe in Meter

3.120

Grösster Radstand in Meter

3.700

Länge über Puffer in Meter

8.680

Die Zukunft des Wagens

Der Wagen soll genau wie alle anderen historischen Wagen für Hochzeiten, Geburtstage, Familienfeste, Gesellschaften usw. eingesetzt werden. Mit seinem Jahrgang 1895 passt er mit dem Personenwagen C 2012 aus dem Jahre 1889, der Dampflok G ¾ 1 „Rhätia“ aus dem Jahre 1889 und der Dampflok G ¾ 11 „Heidi“ aus dem Jahre 1902 zusammen. Noch schöner wird die Komposition wenn einmal auch der X 9039 ex C 2026 revidiert ist. Was auch in unserem Sinn ist.