Geschichte der Dampflok G ¾ 11 „Heidi“

Die Dampflok wurde im Jahre 1902 von der Rhätischen Bahn bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur bestellt.
Am 8. Januar 1903 wurde die Dampflok bei der Rhätischen Bahn in Betrieb genommen.
1952 war die Dampflok G ¾ 11 bei den Dreharbeiten des weltberühmten Heidifilms dabei. Darum hat sie den Namen „Heidi“ erhalten.
Die Lok war bis im Jahre 1977 in Betrieb bei der Rhätischen Bahn, dann wurde sie an die Modell Eisenbahn Freunde Eiger in Zweilütschinen verkauft.
 

Foto Peter Willen

Wie die G ¾ 11 nach Zweilütschinen kam

Die Lok steht am 29. August 1977 in Landquart bereit für die Überfuhr nach Zweilütschinen (Foto Hans Häsler)

Lok am 01. September 1977 auf dem SBB Netz in Richtung Interlaken West (Foto Hans Häsler)
 
Die frisch revidierte Lok in Zweilütschinen 1979
 
Die Lok am 05. April 2000 in Interlaken Ost ist verladen für den Heimweg zurück zur Rhätischen Bahn (Foto Armin Brüngger)
 
 

Im Jahre 1990 war der Dampfkessel in einem schlechten Zustand und wurde vom Kesselinspektor als nicht mehr betriebsfähig erklärt. Das heisst, der Dampfkessel musste entweder neu angefertigt werden oder mit grossem Aufwand revidiert werden.

Am 23. Juni 1999 wurde die Dampflok durch Armin Brüngger - Club 1889 gründlich untersucht.

Am 6. April 2000 wird die Dampflok durch den Club 1889 „Wir erhalten Historische Fahrzeuge der Rhätischen Bahn“ wieder auf ihre Stammstrecke zurückgeholt.

Wie die G ¾ 11 „Heidi“ nach Samedan zurück kam

Zusammen mit der Lok Ge 4/4 182 wurde die Lok 11 „Heidi“ am 19. Mai 2000 von Landquart nach Filisur geschleppt. Die Lok 11 „Heidi“ wurde in der Remise in Filisur remisiert. Dort blieb sie bis ein Sponsor für die Revision gefunden wurde. Ganze vier Jahre dauerte der Dornröschenschlaf, dann war es soweit. Der Sponsor wurde gefunden,  deshalb konnte die Lok mit einem Extrazug am 8. Dezember 2004 von Filisur nach Samedan überführt werden. Dieser Zug wurde als Presse - und Sponsorenzug benützt. Im Januar 2005 begann das Zerlegen der Dampflok.

19. Mai 2000 auf dem Soliser Viadukt

8. Dezember 2004  auf dem Stulsertobel Viadukt

8. Dezember 2004 geniessen die geladenen Spender die überfuhr Fahrt nach Samedan

8. Dezember 2004  Kreuzungshalt in Stuls

Zukunft der Dampflokomotive

Unser Ziel ist es, die Dampflok G ¾ 11 „Heidi“ wieder fahrtüchtig zu machen. Die Dampflok soll auch unseren Nachkommen erhalten bleiben, die Tourismusbranche im Kanton Graubünden fördern und attraktiver machen.

Da wir bei der Rhätischen Bahn mit den kohlengefeuerten Dampfloks Probleme mit dem Funkenwurf haben, welche die unangenehmen Brände verursachen, möchten wir die Lok  G ¾ 11 „Heidi“ auf Ölfeuerung umbauen. So muss ein neuer Dampfkessel gebaut werden. Der Vorteil einer Ölfeuerung ist folgender. Es besteht kein Funkenwurf mehr, die Dampflok wird mit Leichtöl gefeuert, das heisst, dass sie noch umweltfreundlicher ist als eine Diesellok. Bei Dampffahrten muss kein Löschzug mehr eingesetzt werden, somit werden auch noch Kosten entfallen.

Sie soll vorallem auf der Strecke St. Moritz – Filisur – Davos verkehren, so kann auch die Besichtigung des Museums Bergün integriert werden. Wir sehen natürlich auch den Einsatz für Hochzeiten, Geburtstage, Vereinsanlässe und als guten Werbezweck für die Rhätische Bahn. Ihr Einsatzgebiet wird das ganze Netz von der Rhätischen Bahn sein, ausgenommen die Strecken Chur – Arosa und Pontresina – Tirano.